Mittwoch, 5. September 2007

Zu positiv

Lobbyist zu sein ist ein übler Job. Gut dotiert, aber übel. Der Lobbyist darf sich nie zufrieden geben mit dem politischen Apparat, unersättlich muss er neue Forderungen aufstellen und damit "Gehör finden". Und weil er immer quengelt, muss er als Gegenleistung die Politicos in teure Restaurants ausführen und sich überfressen.

Deshalb ist es eine gute Nachricht, dass sich für den wirlich aufreibenden Job des BDI-Hauptgeschäftsführers nun jemand gefunden hat und diese Bürde auf sich nimmt. Es ist Werner Schnappauf, unser bayerischer Gammelfleischminister, der sich in vielen Fällen durch sein exzellentes Krisenmanagement auszeichnen konnte.

Schnappauf sei auserkoren worden, so BDI-Präsident Thumann, weil er mit Unternehmen beim Thema Umweltschutz eine „verlässliche und vernünftige Zusammenarbeit“ pflege.

Dies zeigt, zweite gute Nachricht, dass auch die Verbandsgranden vom BDI endlich einmal Humor zeigen.

Und, dritte gute Nachricht: Die humoristische Komponente bleibt uns im Freistaat erhalten. Kein anderer als Markus Söder, ebenfalls profilierter Krisenmanager, will die Nachfolge Schnappaufs antreten. Seine stets wunderbar durchdachten öffentlichen Äußerungen dürfen wir also weiterhin hören.

Ach wie schön!

Dienstag, 4. September 2007

Zu negativ

Ich merke: Dieses Blog hier ist zu negativ. Haltung darf nicht nur durch die Negation der Negation entstehen. Oder?

Freitag, 31. August 2007

Das und dass

Leber Her stachanow,

Kollege Xxxxxx hat im Anhan ein Paar punkte zusammegetragen die wir als News verearbeiten sollten. Wenn sie sich dass doch einfach mal anschaunen udn sich rühren, ambesten asap


Und genau diese Marketing-Legastheniker sind die ersten, die dann bei einem winzigen Vertipperer in einer 72-seitigen Publikation einen Krampf im Sack kriegen und reklamieren.

Aber egal, es ist Freitag. ambesten asap ins Wochenende, dass bestimmt schön wird.

Donnerstag, 30. August 2007

Ich bete es an

Magnum ist ein gutes Eis. Nicht billig, sehr süß, aber gut. Bis vor kurzem habe ich mir gern eins von der Tanke mitgenommen. Seit ich deren neuen Claim kenne, kaufe ich mir aber keines mehr.

Der Claim lautet nämlich:

Ich bete es an.
Ich habe als Atheist keine religiösen Gefühle, die man verletzen könnte. Vielmehr sind Religionen für mich, selbst wenn diese immer von sich das Gegenteil behaupten, der Urgrund aller Intoleranz und damit der Ursprung allen Übels auf der Welt. Deshalb bete ich keine Götter an. Sondern hoffe auf Vernunft.

Diese Vernunft wird aber durch Marketing ausgeschaltet. Ein Werbetexter erhebt ein Eis am Stiel zum Götzen.

Da, um im Bild zu bleiben, läuft es mir kalt über den Rücken.

Montag, 27. August 2007

Ordinäre Unwissensökonomie

Am Freitag in einem Agenturbriefing:

Es gehört zu den ordinären Aufgaben der Agentur, ...

Darauf originär Stachanow: Ja mi leckst am Arsch.

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