Donnerstag, 2. September 2010

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Herr Jesus! Oder besser, Karl Kraus! An ihrer Sprache sollt ihr sie erkennen.

Montag, 31. Mai 2010

Bundeshorst ist zurückgetreten

Bundeshorst ist weg. Dass er überhaupt hinkam, war eine Frechheit. Permanent moserte er über "die Politiker", die ihrer Verantwortung nicht nachkämen und die Profitorientierung "der Banker", die keinerlei soziales Gewissen besäßen.

Dabei war der Mann Berufspolitiker (und plünderte in dieser Funktion die Rentenkasse, um die Einheit zu finanzieren) und IWF-Chef (wobei er sich für Deregulierung und Marktliberalisierung stark machte). Den kleinen Mann entdeckte Köhler erst als Präsi.

So, und nun sagt der Mann endlich mal die Wahrheit. Eine wirtschaftliche Groß- und militärische Mittelmacht wie Deutschland tritt in der Welt auf wie wirtschaftliche Groß- und militärische Mittelmacht - und muss zur Not eben auch Handelsrouten mit Waffengewalt sichern. So etwas sagt der umjubelte Herr Obama doch jeden Tag. So etwas machen unsere Soldaten (zumindest die am Horn von Afrika) jeden Tag.

Und der Horst? Der muss für die Wahrheit zurücktreten.

Schade eigentlich, vor allem, weil Urban Priol nur noch in der nächsten Sendung Gelegenheit hat, eine Köhler-Parodie zum Besten zu geben. Aber fürs Kabarett besteht zumindest Hoffnung. Wie sagt der Kleine Mann? Es kommt nichts Besseres nach.

Freitag, 2. April 2010

Selbstjustiz?

Erstaunlich. Bei Kindesmissbrauch durch irgendwelche armseligen Triebtäter fordert der deutsche Stammtisch reflexhaftig die Todesstrafe in allerlei kreativen Ausformungen. Mit dem Spaten totschlagen, am Sack aufhängen, bis der Täter verfault und verrottet, oder der Klassiker: Schwanz abschneiden.

Gehören die armseligen Triebtäter aber den diversen Blutorden der katholischen Kirche an, ist davon nichts zu hören. Geschweige denn, dass tatsächlich jemand zur sträflichen und schändlichen Selbstjustiz greifen würde. Ich habe nichts davon gelesen, dass etwa nachts ein Mob einen Kinderschänder im Pfarrhaus aufgesucht hätte, ihn mit Axtstielen malträtiert, mit einem Schild "Kinderficker" um den Hals durchs Dorf gejagt und zurück in die Kirche getrieben - und diesen Ort der Verdammnis an allen vier Ecken angezündet ... nicht mal Pläne dieser Art sind ruchbar geworden.

Dienstag, 23. März 2010

Macht korrumpiert

Macht korrumpiert, absolute Macht korrumpiert absolut
Das sagte John Emerich Edward Dalberg-Acton, erstaunlicherweise kommentierte er mit diesem geflügelten Wort die päpstliche Unfehlbarkeitsdoktrin des Ersten Vatikanischen Konzils. Damit sind wir direkt beim Kontext: Missbrauch.

Und mehr muss man dazu eigentlich gar nicht sagen.

Oder doch: Wenn ich heute eine Woche lang nichts zu ficken habe, werde ich komisch. Früher hat es nur drei Tage lang gedauert. Aber ich bin Mitte 40, da ist eine Woche schon okay.

Wie mögen dann erst Typen drauf sein, die ein lebenlang nichts zu ficken haben.

Donnerwetter

Kachelmann soll ein Vergewaltiger sein.

Dienstag, 16. Februar 2010

Botticelli und Marx

Wir waren am Samstag in Frankfurt auf der Botticelli-Ausstellung im Städel und standen geschlagene drei Stunden in der Eiseskälte an. Nach der von uns einkalkulierten anderthalbstündigen Warterei war die Kasse fast in Reichweite, aber dann kam ein Rudel Großkopferter daher. Alte Knaben mit Monogramm im blassblauen Maßhemd (wobei ich im Geschäft mitunter auch Maßhemden trage, nur ohne Monogramm und weiß) in Begleitung pelzbemantelter gesichtsoperierter Hühner mit rotgefäbten Turmfrisuren. Oder die Gemahlinnen waren blond, 30 Jahre zu jung und wurden wie Trophäen hergezeigt. Diese Herrschaften sorgten dafür, dass am Einlass noch einmal fast anderthalb Stunden lang nichts weiterging. Ich derweilen beschwor inwendig Karl Marx, während ich versuchte, nach außen hin gute Miene zu machen und die maulenden Kinder und die maulende Frau bei Laune zu halten.

Der Botticelli war gut. Simonetta Vespucci (Botticellis Modell für die Venus und diverse Madonnen) hat große Ähnlichkeit mit Uma Thurman. Eine Mörder-Frau. Im Wortsinn, sie war liiert mit einem dieser Medici-Verbrecher.

Das Ergebnis: Am Sonntag lag ich schniefend und keuchend vor dem Kaminofen. Dabei schaute ich mir zuerst einen Bildband an, Quattrocentro in Florenz. Und danach spulte ich schnell einige Jahrhunderte vor und delektierte ich mich einmal mehr am Kommunistischen Manifest.

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