Arbeit

Montag, 15. Oktober 2007

Extrem-Deppenleerzeichen

Heute in einer an meine Kollegen gerichtete Mail:

Club mit glieder

Bisheriger Höhepunkt meiner Beobachtungen im Himblick aufs Deppenleerzeichen.

Freitag, 31. August 2007

Das und dass

Leber Her stachanow,

Kollege Xxxxxx hat im Anhan ein Paar punkte zusammegetragen die wir als News verearbeiten sollten. Wenn sie sich dass doch einfach mal anschaunen udn sich rühren, ambesten asap


Und genau diese Marketing-Legastheniker sind die ersten, die dann bei einem winzigen Vertipperer in einer 72-seitigen Publikation einen Krampf im Sack kriegen und reklamieren.

Aber egal, es ist Freitag. ambesten asap ins Wochenende, dass bestimmt schön wird.

Montag, 27. August 2007

Ordinäre Unwissensökonomie

Am Freitag in einem Agenturbriefing:

Es gehört zu den ordinären Aufgaben der Agentur, ...

Darauf originär Stachanow: Ja mi leckst am Arsch.

Freitag, 24. August 2007

Heureka

Heute früh schon will einer meiner Kunden, dass ich über ihn schreibe, dass er mit seinen Kunden in einer "gelebten Partnerschaft" zusammenarbeiten würde.

Ich entgegne, dass das blödsinnig sei. Eine Partnerschaft, die nicht gelebt wird, ist tot und damit keine Partnerschaft. Ich warne den Kunden davor, seine Kunden mit unnötigen Dubletten und Buzzwords zu nerven. Der Kunde meint, sich durchsetzen zu können, weil er bezahlt.

Aber, heureka!, ich weiß jetzt, warum ich so oft anecke: Mein Job ist wissensbasiert. Die Vorstellungen meiner mittelständischen Kunden sind unwissensbasiert.

Ich helfe da gerne weiter. Aber nur wer lernfähig ist, darf bleiben.

Montag, 20. August 2007

Kalkulationsirrtum zu Ihren Gunsten

Kalkulationsirrtum zu Ihren Gunsten - so steht es auf einer Karte (Ereigniskarte? Gesellschaftskarte?) beim Monopoly. Heute kam ein Kalkulationsirrtum zu meinen Ungunsten heraus. Weil ich überarbeitet war, hat sich ein Kollege an die Auflagenberechnung eines Herstellungsjobs gemacht. Dabei hat er unter Verzicht jeglicher Logik und Verleugnung seiner Kenntnisse der Grundrechenarten diese Auflage halbiert, sich einen Druckpreis kommen lassen und den an den Kunden weitergereicht.

Heute schreibe ich den Druckauftrag und merke: Die Hälfte der Auflage fehlt im Angebot. Rund 1.500 Euro durch den Kamin. Das bringt mich nicht um. Weil: 1.500 Euro sind genau das, was ich in den vergangenen beiden Wochenenden extra verdient habe. Nur hätte ich die Zeit viel lieber mit meiner Frau und den Kindern verbracht.

Der Unternehmer ist eben doch der bessere Mensch. Er kann multiplizieren.

Sonntag, 19. August 2007

Der Unternehmer ist der bessere Mensch

Wenn ich als Selbständiger etwas für Mittelständler mache und der Kunde sich spröde zeigt, mache ich gerne einen auf Seelenverwandschaft unter Unternehmern. Die Erfahrung zeigt: Sobald es mir gelingt, zum Kunden von Chef zu Chef zu sprechen, zieht mich mein Gesprächspartner schnell ins Vertrauen. Die einfachste Art und Weise, diese gemeinsame Ebene zu finden? Das Lästern über Mitarbeiter. Ist hundsgemein primitiv, wirkt aber immer.

Vorgestern war das zu viel. Eindeutig. Eine kleine erfundene Anmerkung über die Unzulänglichkeit meiner Leute beim Buchen meines Hotelszimmers genügte, und der Herr gegenüber zog vom Leder. Über schwangere Sekretärinnen mit dicken Titten und schwule Außendienstler. Vor allem aber über theoriebeladene Universitätsabsolventen, deren alleiniger Zweck es sei, als Geschäftsführungsassistenen mittels 14-Stunden-Tagen verschlissen zu werden. Das ganze im Beisein desselben.

Seit vorgestern bin ich ein Fan des Antidiskriminierungsgesetzes. Ehrlich.

Dienstag, 29. Mai 2007

Servus!

Ständig gegen die Zeit arbeiten. Permanent improvisieren. Dauernd Feuerwehr spielen für desorientierte PR-Anjas und PR-Tanjas, die ihren Job nicht gebacken kriegen. Jederzeit bereit sein, einen Vorstand wieder von der Palme zu pflücken, nur weil der nicht verstehen will, dass ein kurzer Satz mit einem aktiven Verb besser ist als seine bandwurmigen Passivkonstruktionen. Auch und gerade in einer Rede.

Dieses Blog ist immer ein Ventil für mich gewesen. Ein Ort, um in Ruhe Kundenschelte zu betreiben. Und so zu schreiben, wie ich es kann.

Aber ich komme nicht mehr dazu. Ich sehe, dass dieses Blog hier nichts verändert. Nichts an meiner Lage und leider auch nichts mehr an meiner Stimmung. Ich bin müde, überarbeitet, abgespannt. Mir reicht es. Das Blog kann wenig dafür, aber, wie gesagt, auch wenig dagegen.

Allen Lesern, die mich begleitet haben: Vielen Dank für die Aufmerksamkeit. Und ein Hintertürchen lasse ich offen. Vielleicht wird sich meine Stimmung einmal wieder drehen. Bis dahin: Auf Wiedersehen.

Mittwoch, 16. Mai 2007

Überschriften schreiben

Polycom Speakerphone Communicator für den PC unterstützt Broadsoft, Counterpath, Polycom PVX-Applikationen

Kein Wunder, dass sich Journalisten kringeln, wenn sie Presseinformationen mit derartigen Überschriften bekommen.

Kein Wunder, dass mein Berufsstand, die PR, sich fortwährend dem Ruf der Lächerlichkeit preisgibt.

Nein. Die Headline stammt nicht von mir oder meiner Agentur. Und auch der Rest der Meldung nicht. Neinneinnein.

Mittwoch, 28. März 2007

Fundstück

Gestern auf dem Heimweg von einem Termin habe ich dieses Fundstück am Straßenrand der B 470 aufgelesen.

Fundstück an der B 470

Ob ein besserer Helm als der alte Römer da dem jungen Kerl geholfen hätte? Vielleicht. Mag sein. Aber Helm hin oder her: Biker töten nicht, sie werden getötet.

Sonntag, 25. März 2007

Eigentlich

Eigentlich bin ich heute ins Büro, um ein paar dringende Sachen in Ruhe wegzuschreiben.

Jetzt sehe ich, dass der Mailserver die Zeitumstellung nicht verkraftet hat und alle Mails des letzten Monats nochmals auf alle Clients draufgeschmissen hat.

Entweder lösche ich den Kram heute nachmittag auf den Rechnern meiner Kollegen. Oder die dürfen das am Montag machen, was nur Unruhe reinbringt. Ich denke, es ist besser, wenn ich jetzt lösche.

Geschäftsführeraufgabe, hm.

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